Cesar Klein

Cesar  Klein  ist  gebürtiger  Hamburger.  Nach  Studienaufenthalten  in  Düsseldorf, Berlin und Leipzig beginnt er um 1900 in Berlin seine künstlerische Laufbahn. Er entwirft Buchillustrationen, Glasfenster und Wandmalereien. 1910 gehört er neben Pechstein und anderen zu den 27 »refusierten« Künstlern der Berliner Sezession, die daraufhin die Neue Sezession gründen. 1913 wird er mit  der  expressionistischen  Ausstattung  des  Marmorhauskinos  am  Kurfürstendamm erstmals einem größeren Publikum bekannt. 1918 ist er Mitbegründer der Novembergruppe  und  Stellvertreter  von  Walter  Gropius  und  Adolf  Behne  im Geschäftsausschuß des Arbeitsrates für Kunst.

»Die Kunst dem Volk« ist die Losung, mit der die Ideale der Revolution auch im künstlerischen  Bereich  umgesetzt  werden  sollen.  Einen  Ruf  von  Gropius  an  die Großherzoglich  Sächsische  Hochschule  für  bildende  Kunst  nach  Weimar  -  das
spätere  Bauhaus -  lehnt  er  ab und  geht als  Lehrer  einer  Klasse  für Wand-  und Deckenmalerei an die Schule des Berliner Kunstgewerbemuseums.

1919 beginnt auch seine Tätigkeit als Bühnenbildner unter Regisseuren wie Viktor Barnowsky,  Jürgen  Fehling,  Lothar  Müthel  und  anderen,  einige  Male  auch  mit Gustav Gründgens.

Angewandte  und  freie  Kunst  schließen  einander  bei  Cesar  Klein  zu  keiner  Zeit aus. In den Zwanziger Jahren arbeitet er an großen Raumausstattungen (Theater am Kurfürstendamm, Kroll-Oper, Renaissance-Theater u.a.). Um 1931 ist er auf dem  Höhepunkt  seiner  künstlerischen  Karriere  als  freier  und  angewandter Künstler und seit über einem Jahrzehnt auch als erfolgreicher Lehrer.

1933  werden  Oskar  Schlemmer,  Cesar  Klein  und  weitere  Professoren  der Vereinigten Staatsschulen von den Nationalsozialisten als »undeutsch« diffamiert und beurlaubt. Cesar Klein erhält Malverbot und wird schließlich 1937 endgültig aus  dem  Lehramt  entlassen.  Die  im  selben  Jahr  stattfindende  Münchner Hetzausstellung »Entartete Kunst« zeigt auch seine Werke.

Seit 1935 lebt Cesar Klein zurückgezogen auf dem Land in Pansdorf bei Lübeck, wo  er  nach  1945  noch  einmal  neu  beginnt  und  ein  reiches  Alterswerk  schafft. 1954 stirbt Cesar Klein im Alter von 78 Jahren.

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